Rundbrief August
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,
nach langer, unfreiwilliger Ruhepause würden wir uns gerne am Dienstag, 14.9., 17:30 Uhr, mit Ihnen zum „Handkäs‘-Essen“ im „Schützenhof“ (Ecke Katharinen-/Friedrich-Ebert-Straße) treffen. Es würde uns sehr freuen, viele von Ihnen wieder zu sehen! Wir hoffen auf schönes Wetter, um draußen sitzen zu können. Der Gartenbereich ist aber auf jeden Fall überdacht! Für alle Teilnehmer/innen gilt die Regel, geimpft, genesen oder negativ getestet.
Bitte geben Sie mir kurz per E-mail an moeller-kronberg@t-online.de eine Rückmeldung, ob Sie, bzw. wieviele Personen, teilnehmen.
Unsere sozialen Aktionen haben wir über alle Monate hinweg weiter geführt. Sei es der Schuhkauf im Herbst und im Frühjahr für Kinder aus finanziell schwachen Familien, die Carepakte am Jahresende oder Nachhilfeunterricht für Jugendliche/Kinder. Ein Schüler aus der Abgangklasse konnte durch diese gezielte Hilfe seinen Abschluß erreichen. Der Bibliothek von Ballenstedt konnten wir einen Betrag für Leseförderung von Vorschulkindern zur Verfügung stellen und für zwei kleine Schulmädchen aus der 2. Klasse wurde eine Ferienfreizeit mitfinanziert.
Ganz besonders erfolgreich war die Sammelaktion für den an MS erkrankten Enrico Steinemann aus Ballenstedt. Er benötigt das Geld für eine Stammzellentherapie, die von der Kasse nicht bezahlt wird. Wir hatten -auch über die Presse – darüber informiert und haben Spenden in Höhe von fast € 12.000,– erhalten. Ein großartiges Ergebnis; ein herzliches Dankeschön an alle Spender! Die Aktion läuft weiter und wir freuen uns über jede weitere Spende auf Konto unseres Partnerschaftsvereins bei der Frankfurter Volksbank, IBAN DE06 5019 0000 6000 6966 66 (gerne gegen Spendenquittung). Übrigens: Es wurde nicht nur gesammelt, wir selbst haben die Spenden großzügig abgerundet.!
Stolz können wir auch auf unsere neue Homepage sein, die wir auf Initiative unserer Schatzmeisterin Daniela Münch neu gestalten konnten. Frau Münch konnte dafür Fördermittel generieren. Auch setzt Daniela sich äußerst engagiert ein für eine Jugendbegegnung – ein Fußballturnier – das an einem Wochenende im Mai 2022 in Kronberg stattfinden soll. Dafür hat sie bereits über diverse Spendenportale von Sparkassen und Firmen die stolze Summe von € 4.500,– gesammelt.
Aber auch kleine Zuwendungen werden mit Freude entgegengenommen. So kümmern sich unsere Vorstandsmitglieder Steffi Meichle-Lindenberg und Gordon Stolze um Sachspenden für das Projekt „Werkstatt Modelleisenbahn“ der Hort-Kinder aus der Friedericken-Grundschule in Ballenstedt. Geplant ist, die Stadt Ballenstedt und die Stadt Kronberg auf je einer Platte entstehen zu lassen und beide Platten symbolisch durch eine Brücke zu verbinden.
Außerdem gibt es ein neues, kleines Projekt, für diejenigen, die einen Drucker bestitzen: Um einem behinderten Kind zu helfen, sammeln wir leere Tintentenpatronen. Diese können bei mir gelegentlich abgegeben werden. Für jede Patrone bekommt die Familie 1 € und bevor sie im Müll landet, kann man ein gutes Werk tun!
Es wäre uns eine große Freude, Sie beim „Handkäs-Essen“ zu sehen: Wir setzen große Hoffnung darauf, dass bald Normalität einkehrt, damit unser Verein wieder auf Touren kommt!
Sehr herzliche Grüße sendet Ihre Brigitte Möller
Hausbrand in Ballenstedt
Aktuell, 15.07.2021: Ein Wohnhaus in der Allee in Ballenstedt wurde durch einen Brand am Donnerstagmorgen zerstört. Das Feuer war in den frühen Morgenstunden ausgebrochen, die Ursache ist unbekannt.
Die Bewohner, die sich auf ein Vordach geflüchtet hatten, wurden mit Hilfe eines Hubsteigfahrzeugs von der Feuerwhr gerettet.

Eine riesige, bis in den Himmel ragende Rauchsäule über Ballenstedt war am Morgen bis in die umliegenden Ortschaften zu sehen.
Gemäß den vorliegenden Informationen ist das Gebäude komplett abgebrannt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf ca. 80.000 Euro.
Obdachlos wurde eine 4-köpfige Familie, die alles verloren hat, da das Gebäude nicht versichert war.
Finanzielle Hilfe wird dringend benötigt!
Unser Spendenkonto: Partnerschaftsvereins Kronberg-Ballenstedt e.V.
bei der Frankfurter Volksbank, IBAN DE06 5019 0000 6000 6966 66
Spendenquittungen können ausgestellt werden!
Glückliche Kinder
Wo ich anfange Brücken zu bauen, bin ich nie allein“
Mit großer Freude und Spannung nahmen die Kinder des Hort 1 eine große Auswahl an weiteren Materialien zur Gestaltung der Eisenbahnplatte und Weiterführung des Projektes „Werkstatt Modelleisenbahn“ durch Herrn Gordon Stolze (stellvertretender Vorsitzender Partnerschaftsverein Kronberg) in Empfang.
Dank der persönlichen Spende der 1. Vorsitzenden Frau Dr. Philippi und anderen Spendern kann das Projekt „Werkstatt Modelleisenbahn“ in die nächste Runde gehen. Von der Tischlerei Didlaukat wurde uns hierfür bereits eine Zweite neue Platte für den Aufbau gesponsert, so dass die Gestaltung des neuen Bahnabschnittes beginnen kann.Geplant ist, die Partnerstadt Kronberg auf der Zweiten Platte entstehen zu lassen (Abweichungen vom Original seien hierbei verziehen) und beide Platten bzw. entstandeen Städte symbolisch durch eine Brücke zu verbinden.Auf diesem Weg möchten wir uns, vor allem auch im Namen der Kinder, ganz herzlich bei allen Unterstützern unseres Modelleisenbahnprojektes bedanken.
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2013
5.2.2013:
Karl-Heinz Meyer, Ballenstedt, hält mit vielen Bilddokumenten in Kronberg einen Vortrag zum Thema „Das Haus Anhalt in Ballenstedt Gestern und Heute“. Dabei geht es um das Haus Anhalt und der eng damit verbundenen geschichtlichen Bedeutung Ballenstedts und u.a. auch um verwandtschaftliche Beziehungen des Hauses Anhalt zur Kaiserin Friedrich – Gemahlin des 88-Tage Kaisers, die ihren Lebensabend in Kronberg verbrachte. (Gemeinschaftsveranstaltung von „Verein für Geschichte, Kronberg“ und PSV)
15.3.2013:
Jahreshauptversammlung des PSV in Kronberg mit Vorstellung des Programms im Jubiläumsjahr 2013
19.-21.4.2013:
Vertreter beider PSV fahren zum 40jährigen Jubiläum Le Lavandou an die Côte d’Azur und beteiligen sich mit einem eigenen Stand am dortigen Marktfest. Auch Ballenstedts Bürgermeister Dr. Michael Knoppik und Mitarbeiter sowie viele Vertreter der anderen Kronberger Partnerstädte folgen der Einladung der Stadt Le Lavandou und des PSV Le Lavandou-Kronberg zu einem großen „europäischen Familienfest“.
11.5.2013:
Die Stadt Kronberg und ihre vier PSV beteiligen sich mit einem Informationsstand (Präsentation der Partnerregionen) am Europatag des Hochtaunuskreises in Friedrichsdorf.
1.6.2013:
„Guldentaler Wein unter Kronberger Laternen“ – Veranstaltung anlässlich der 40jährigen Freundschaft zur Weinbaugemeinde Guldental mit Beteiligung der vier PSV, die an den Informationsständen neben Guldentaler Wein „Regionaltypisches aus der Partnerstadt“ anbieten (Organisation „Aktionskreis Lebenswerte Altstadt“, „Verein Tourismus in Kronberg“, Laternenwegführung der 1. Kronberger Laienspielschar)
14.-21.6.2013:
Der PSV organisiert eine Busreise , die zunächst nach Ballenstedt zum 25jährigen Jubiläum der Verschwisterung beider Städte führt und danach weiter in den Spreewald / Niederlausitz mit einem Abstecher ins polnische Brody.
15.-16.6.2013:
Etwa 100 Kronberger reisen zum Jubiläumswochenende nach Ballenstedt. Dort wird mit der Einweihung der „Kronberger Straße“, der Herausgabe eines Sonderpoststempels, einer Festschrift und vielem mehr im Rahmen eines großen Bürgerfestes das 25jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Kronberg und Ballenstedt entsprechend gewürdigt. (s. Bericht im Anhang 2013)
29.6.2013:
Der PSV organisiert ein Treffen ehemaliger Ballenstedter Azubis, die seinerzeit mit Unterstützung des PSV, vor allem der Eheleute Möller, in Kronberg und Umgebung eine Berufsausbildung beginnen konnten. Viele folgen der Einladung mit Partnern und Kindern zu einem fröhlichen Familienfest (rund 100 Teilnehmer)
(s. Bericht im Anhang 2013 und Joachim John im Anhang 1990)
September 2013:
Heinz Becker, Mitglied des MGV Kronberg und MCO Ballenstedt, Ehrenvorsitzender des MCO, stirbt nach langer schwerer Krankheit. Durch sein Engagement hat er wesentlich dazu beigetragen, die Verbindung beider Chöre über viele Jahre aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Zur Beisetzung kommen Vertreter des Männerchores Opperode nach Kronberg.
11.-13.10.2013:
25jähriges Jubiläum Kronberg-Ballenstedt in Kronberg, rund 100 Gäste aus dem Harz werden erwartet.
Einweihung der „Ballenstedter Straße“, Herausgabe einer Dokumentation zur 25jährigen Städtepartnerschaft u.a.
2013:
Weitere Termine des partnerschaftlichen Miteinanders stehen für 2013 bereits fest:
29.11.-1.12.2013:
Weihnachtsmarkt in Ballenstedt mit Beteiligung beider PSV
6.-8.12.2013:
„Partnerschaftsabend“, Weihnachtsmarkt in Kronberg mit Beteiligung beider PSV und gemeinsame große Weihnachtsfeier aller Gäste aus Ballenstedt und Mitgliedern des PSV Kronberg
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Mitleid alleine genügt nicht…
… wir bitten um Hilfe !

Der Partnerschaftsverein Kronberg-Ballenstedt e.V. sammelt Spenden für Enrico Steinemann (44) aus Ballenstedt am Harz, den die Diagnose „Multiple Sklerose“ hart getroffen hat.
Für den ehemaligen Hobby-Fußballer ist jeder neue Tag ein Tag ins Ungewisse. Ein neuer Schub, weitere Verschlechterungen. Die Lähmungserscheinungen schreiten fort.
Aber Enrico Steinemann will nicht als Pflegefall im Rollstuhl enden, er kämpft. Und er hat ein großes Ziel: Eine Stammzellentherapie, die das kranke Immun-system zerstören soll. Seit gut acht Jahren wird diese Methode angewandt, in Russland, USA, Italien … und an einem Ort in Deutschland, in Heidelberg. Die Erfolgsquote, im Nachhinein wieder ein normales Leben führen zu können, liegt bei 98 %.
Das Problem ist, dass diese Behandlung, die sich über mehrere Wochen hinzieht, sehr kostspielig ist und die Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen.
Durch unseren Aufruf sind inzwischen über 10.000, – Euro zusammengekommen, wobei der Partnerschaftsverein zusätzliche eine größere Spende aus eigenen Mitteln beisteuert. Auch in Ballenstedt selbst wird gesammelt.
Wir wären ALLEN dankbar für weitere Unterstützung: Vielleicht gibt es ein Event, bei dem in Ihrem Verein gesammelt werden kann??
Wir können einem Menschen helfen, den wir persönlich kennen und schätzen!
Unser Spendenkonto ist bei der Frankfurter Volksbank
IBAN DE06 5019 0000 6000 6966 66
BIC: FFVBDEFF
Stichwort: Enrico Steinemann
Spendenquittungen können ausgestellt werden.
Geschäftsstelle: Brigitte Möller, Hartmuthstraße 2, 61476 Kronberg im Taunus
Tel. 06173-7459 – Fax: 06173-4178 – eMail: moeller-kronberg@t-online.de
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1988
Vom 20. bis 22. April 1988 weilte eine Ballenstedter Delegation in Kronberg, vom 26. bis 29. Juni 1988 war eine Kronberger Verhandlungsdelegation in Ballenstedt.
Die Rahmenbedingungen für eine Verschwisterung wurden in gespannter Atmosphäre vereinbart, am 6. Oktober in Kronberg der Partnerschaftsvertrag besiegelt und am 13. Oktober 1988 unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit in Ballenstedt. Für 1989 wurde ein offizielles Austauschprogramm für je zwei Gruppen beschlossen.
Ulrich Wegener beschreibt die Gefühle der 1. Ballenstedter Delegation
(Auszug aus der Festschrift „25 Jahre Ballenstedt-Kronberg“ vom 15.6.2013):
„Unser „Interzonenzug“ fährt von Leipzig über Hirschberg nach Frankfurt am Main. Wir sitzen nachts in Gedanken versunken, jeder für sich im Abteil. Ich schaue zu unserem Delegationsleiter, dem stellvertretenden Bürgermeister Helmut Dierks und unsere Blicke treffen sich unsicher und fragend. Was wird uns erwarten? Wie setzen wir das um, was wir als erste Delegation in den Wochen vom 30.3. bis 20.4. 1988 in Vorbereitung dieser innerdeutschen Begegnung gelernt haben oder lernen sollten? So oder ähnlich stellte sich jeder diese Frage. Warum fuhren wir nachts und nicht am Tag? Sollten wir nicht die blühenden Landschaften sehen und uns fragen, warum sieht es hier so sauber und nicht so grau aus? Wahrscheinlich! Wir hatten soeben die innerdeutsche Grenze passiert, da waren die Reisenden geradezu lustig und offen. … Uns erwartete in Kronberg Bürgermeister Rudolf Möller mit seinem Gefolge und begrüßte uns müde und verunsicherte Ossis mit einem nicht aufhörenden Redeschwall sehr herzlich. … Durch die Grenze zwischen BRD und DDR waren wir von der westlichen Welt abgeschnitten. … Es war etwas Besonderes, dass man zu dieser Zeit reisen durfte. … Wir fuhren ( am 22.4.) wieder nachts zurück. Bis Hirschberg war die Stimmung gut und teilweise ausgelassen, hinter Hirschberg leider wieder gedrückt. Die DDR hatte uns wieder. Die Verantwortlichen Genossen haben wahrscheinlich erleichtert aufgeatmet, dass wir auch alle wieder zurückkamen. …“
Günter Budelski, damals Stadtrat erinnert sich:
„Die erste Ballenstedter Delegation kam am 20. April 1988 mit dem Nachtzug aus Leipzig und wurde von mir auf dem Frankfurter Hauptbahnhof in Empfang genommen, um sie in der S-Bahn nach Kronberg zu begleiten. Dort wurden die Teilnehmer von Rudolf Möller (Bürgermeister), Gerhard Müller (Stadtkämmerer) und Rolf Jodlauk (Hauptamtsleiter) begrüßt. Untergebracht war die Gruppe in einem kleinen Schönberger Hotel. Verhandelt wurde in Kronberg praktisch nichts, da die Ballenstedter Delegation weisungsgebunden aus Ost-Berlin war. …
… Schwierig war die Fahrt am 13.10. nach Ballenstedt, als wir je eine Esskastanie und einen Mammutbaum für den Ballenstedter Schlosspark im Gepäck hatten. „Grünzeug“ konnte man nicht so einfach mit über die Grenze nehmen. Erst mehrere Telefonate und Depeschen mit Berlin machte dieses möglich. Ballenstedt hatte in der ganzen Angelegenheit nichts zu sagen.“
Textauszug Jubiläumssonderbeilage des Kronberger Boten, Juni 1998
„ … Um die Städtepartnerschaft abzuschließen und zu bewahren, musste die Kronberger Delegation bei ihrem Besuch in Ballenstedt vom 26. Bis 29. Juni 1988 einige Abstriche bei ihrem Gedankengut zum Partnerschaftsvertrag hinnehmen“, so Möller. Dies sei geschehen, um überhaupt das zarte Pflänzchen zum Blühen zu bringen. Denn: als der damalige Ballenstedter Delegationsleiter beim ersten Zusammentreffen im Kronberger Rathaus und dem damit verbundenen Eintrag in das Goldene Buch sich weigerte, seine Unterschrift unter eine Passage zu setzen, in der von innerdeutscher Partnerschaft gesprochen wurde, war die Ablehnung deutlich spürbar.
Beim Gegenbesuch: „Ich besuchte ein Lokal in der Ballenstedter Innenstadt und kam mit Jugendlichen ins Gespräch, die deutliche Kritik am Regime übten, aber auch klar machten, dass sie sich von ihrem Erich größere Freiheit für die Zukunft erhofften,“ erinnert sich Bürgermeister Kreß. Zwei Tage lang sei in der Sache hart verhandelt worden, in frostiger Atmosphäre. Aber die Rahmenbedingungen wurden in einer Vereinbarung festgelegt. …“
Die DDR-Presse „Freiheit“ vom 29. Juni 1988 berichtet:
„Städtepartnerschaft Ballenstedt – Kronberg“
Quedlinburg (ADN). Eine Vereinbarung über Städtepartnerschaft paraphierten gestern der amtierende Bürgermeister von Ballenstedt, Helmut Dierks, und der Bürgermeister von Kronberg im Taunus, Rudolf Möller. Beide Stadtoberhäupter bekräftigen ihre Verantwortung aktiv für die Erhaltung des Friedens und gutnachbarliche Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten einzutreten.
Die Delegation aus der BRD, der unter anderem Stadtverordnete der CDU und der SPD angehören, wird sich während ihres dreitägigen Aufenthalts mit Sehenswürdigkeiten des Kreises Quedlinburg vertraut machen und Gespräche mit Volksvertretern führen.“
(Anmerkung: „Paraphierung“ und „Ratifizierung“ der Verschwisterung sind zwei getrennte, aufeinander folgende vertragliche Vorgänge; für die deutsch-deutschen Städtepartnerschaften erfolgten diese in aller Regel im Abstand von mehreren Monaten)
STÄDTEPARTNERSCHAFT
BALLENSTEDT – KRONBERG IM TAUNUS
6. / 13. 10. 1988

Aus diesem Anlass wurde der aus Kronberg im Taunus mitgebrachte Mammutbaum-Sequoia Dendron Giganteum am 14. Oktoberg im Schlosspark gepflanzt.

28.6.1988 – Ballenstedt, Rathaus – Signierung der Vereinbarung für eine Städtepartnerschaft zwischen Ballenstedt und Kronberg v.l.: amtierender Bürgermeister Helmut Dierks, Ballenstedt; Bürgermeister Rudolf Möller, Kronberg (Foto und Text Eberhard Nier, Ballenstedt)

27.6.1988 – Ballenstedt, Quedlinburgerstrasse – Eintreffen der Kronberger Delegation v.l.: Heinrich von Mettenheim, Kronberg; Ger-hard Müller, Kronberg; Marianne Kranich, Ballenstedt; Rudolf Möller, Bürgermeister von Kronberg; Eberhard Dittmar, Ballenstedt; Gisela Bretz, Kronberg; Klaus Vörkel, Kronberg; Wilhelm Kreß, Kronberg (Foto und Text Eberhard Nier, Ballenstedt)

Ballenstedter Delegation im Rathaus Kronberg „Für uns Kronberger war es ein etwas mulmiges Gefühl, auf fast 40 Jahre DDR und Sozialismus anzustoßen“ (Günter Budelski)
Für Klaus Voerkel war die Verschwisterung zwischen Kronberg und Ballenstedt wohl das herausragende Ereignis während seiner Zeit als Rechtsamtsleiter der Stadt Kronberg:
„Die Entstehung des Partnerschaftsvertrags“
Neben all den anderen Voraussetzungen für die Schaffung einer Städtepartnerschaft, wie dem beiderseitigen politischen Willen zum Handeln und dem Vorliegen der passenden Rahmenbedingungen, gehört hierzu der Abschluss eines Vertrages. Erst die Vertragsunterzeichnung durch beide Partner führt dazu, dass die Städtepartnerschaft wirklich entstanden ist und existiert.
Wenn auch schriftliche Verträge in der Bevölkerung häufig nur als lästiger Papierkram angesehen werden und landläufig die Auffassung weit verbreitet ist, dass es auf das Handeln nach Vertragsabschluss und nicht auf juristische Klauseln ankommt, so ist dennoch als Vorbedingung ein Vertrag unverzichtbar. Dies gilt ganz besonders für die Städtepartnerschaft zwischen Kronberg und Ballenstedt.
Im Deutschland des Jahres 1988 war eine innerdeutsche Städtepartnerschaft eine hochpolitische Angelegenheit. Die DDR betrachtete eine solche Partnerschaft als Teil ihrer Außenpolitik, weil die Kommunen in der DDR nicht selbstverwaltet waren, sondern als unterste Ebene der staatlichen Zentralverwaltung in Ost-Berlin angesehen wurden. Die Städte hatten deshalb in einer solchen Frage keinerlei eigene Entscheidungsgewalt. Diese lag beim Ost-Berliner Außenministerium.
In der Bundesrepublik Deutschland galt demgegenüber der Grundsatz kommunaler Selbstverwaltung. Die Städte und Gemeinden waren hierin frei und wurden von staatlicher Seite weder angewiesen noch Einschränkungen unterworfen. Dies führte dazu, dass bei den Verhandlungen die Kronberger Delegation zwar Ballenstedtern gegenüber saß, die jedoch vom Ost-Berliner Außenministerium ferngesteuert wurden. Nun galt es, einen Partnerschaftsvertrag auszuhandeln, in den die völlig unterschiedlichen Vorstellungen beider Seiten einfließen sollten. Ballenstedts ferngesteuerte Wünsche für den Vertragsinhalt betrafen die Rüstungspolitik der NATO, die Rolle der Arbeiterklasse in Ost und West und ähnliche Themen. Die Kronberger strebten nach Kontakten und Begegnungen der Bürger beider Städte.
Von 1978 bis 1990 war ich Rechtsamtsleiter der Stadt Kronberg. Wichtige Verträge wurden von mir entweder entworfen oder mindestens überprüft. Das gehörte zu meinen Berufspflichten. Der Partnerschaftsvertrag mit Ballenstedt war von solcher Wichtigkeit, dass ich vom Beginn der Kontaktaufnahme bis zur Vertragsunterzeichnung das gesamte Verfahren begleitet habe. Neben meiner formalen Stellung als Rechtsamtsleiter kam mir dabei zustatten, dass ich die DDR sehr gut kannte. Selbst in Leipzig geboren, habe ich die DDR in den zwanzig Jahren vor Abschluss des Partnerschaftsvertrages jährlich mindestens einmal besucht und mich für das Leben der Menschen dort, ihren Alltag, ihre Wünsche und Hoffnungen sehr interessiert. Während meines Jurastudiums habe ich mich interessehalber auch mit dem Rechtssystem der DDR befasst und kannte deshalb seinen Aufbau, die wichtigsten Gesetze und die Art und Weise, wie sie angewendet wurden.
Kronbergs Bürgermeister Rudolf Möller hat mich deshalb von Anfang an mit der Betreuung der Ballenstedter Verhandlungsdelegation bei ihren Besuchen in Kronberg und mit der Verhandlungsführung bei den Vertragsverhandlungen betraut. Es gab insgesamt vier Treffen beider Delegationen, zwei in Kronberg und zwei in Ballenstedt. Die eigentlichen Vertragsverhandlungen beschränkten sich aber auf die Treffen in Ballenstedt.
In Kronberg waren die Treffen unergiebig, weil die Ballenstedter keinen eigenen Verhandlungsspielraum hatten, und deswegen keinerlei inhaltliche Aussagen machen konnten. Stattdessen durfte ich die Delegation durch Kronberg und seine Umgebung führen, was unsere Besucher sehr genossen haben. Interessant ist, dass die Ballenstedter bei ihren Besuchen auf das damals noch jedem Besucher aus der DDR gezahlte Begrüßungsgeld von 100 DM verzichtet haben. Dies geschah wohl auf Weisung von oben, weil man aus Gründen der Reputation der DDR nicht als Kostgänger erscheinen wollte. Ich habe dennoch einen Weg gefunden, den Delegationsmitgliedern das Begrüßungsgeld zukommen zu lassen, ohne Empfindsamkeiten zu verletzen.
In Ballenstedt fanden die Verhandlungen im großen Saal des Rathauses statt, in dem auch die Stadtverordnetenversammlung tagt. Wurden die Gespräche unterbrochen, damit sich beide Seiten intern beraten konnten, so verließen die Ballenstedter den Saal. Wir Kronberger waren uns sicher, dass alle Gespräche in diesem Saal abgehört wurden, so dass wir uns intern auch nicht frei austauschen konnten. Diesen internen Gedankenaustausch holten wir dann abends entweder in unserem VW-Bus oder im Freien nach.
Zu Beginn der Verhandlungen übergaben die Ballenstedter den Kronbergern Entwürfe eines Partnerschaftsvertrages, die sicherlich in Ost-Berlin verfasst worden waren. Diese waren nicht akzeptabel, weil sie keine Begegnungen der Bürger vorsahen und nur aus Worthülsen DDR-sozialistischer Prägung bestanden. Unsere Wünsche auf Änderung dieser Texte führten dann nach dem Mittagessen nur zur Vorlage weiterer Texte, die sich von denen des Vormittags kaum unterschieden. Es war nicht möglich, die Ballenstedter zum Schreiben von Vorlagen zu bewegen, die die Vorstellungen der Kronberger Delegation wiedergaben.
Wir Kronberger haben dieses Problem dadurch gelöst, dass wir eine Reiseschreibmaschine, ein Fotokopiergerät und das nötige Papier nach Ballenstedt mitnahmen. Dadurch konnten wir abends im Hotel selbst Vorlagen erstellen und vervielfältigen, die wir am nächsten Morgen unseren Ballenstedter Gesprächspartnern übergaben. Nur so wurde es möglich, einmal über Formulierungen zu diskutieren, die nicht aus Ost-Berlin stammten und nur so kamen wir letztendlich auch in der Sache weiter. Außerdem half uns das Abhören unserer internen Beratungen. Bei diesen haben wir uns darüber unterhalten, dass wir bei weiterer Unnachgiebigkeit der Ballenstedter die Vertragsverhandlungen abbrechen und zurück nach Kronberg fahren würden. Das wollte zwar niemand wirklich, die Lauscher an der Wand haben es aber offenbar geglaubt.
Am Rande sei noch vermerkt, dass die Schreibmaschine und das Fotokopiergerät bei den DDR-Grenzern erst einmal für Irritationen sorgten, weil die „Einfuhr“ dieser Gegenstände in die DDR angeblich nicht möglich war. Erst auf unser Drängen hin wurde die Freigabe schließlich telefonisch höheren Orts bewilligt, nicht ohne die Ermahnung auszusprechen, dass diese Dinge keinesfalls in der DDR bleiben dürften.
Unter all den Erfahrungen, die ich in meiner Zeit im Kronberger Rathaus sammeln durfte, ist die an die Verhandlungen mit der damaligen Ballenstedter Delegation wohl die schönste. Für mich ist mit der Begleitung der Verhandlungen und Mitgestaltung des Partnerschaftsvertrages ein Wunsch in Erfüllung gegangen, von dem ich zuvor noch nicht einmal etwas wusste“.
Kronberg-Ballenstedt ist die 36. deutsch-deutsche Städtepartnerschaft. Es war in Hessen die erste und einzige Verschwisterung zweier kreisgebundener Kommunen bis zum Mauerfall, der bis zu diesem Datum aus Hessen nur noch Kassel – Arnstadt folgte (26.6. / 12.7.1989).
(Quelle: Beatrice von Weizsäcker, „Verschwisterung im Bruderland“ – Städtepartnerschaften in Deutschland)
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