Partnerschaftsverein Kronberg
1988 kam es auf Initiative des in Kronberg lebenden Politikers Walther Leisler Kiep, der familiäre Wurzeln in Ballenstedt hat, zur ungewöhnlichen deutsch-deutschen Städtepartnerschaft zwischen Kronberg im Taunus und Ballenstedt am Harz. Zu Zeiten der DDR wurde die Partnerschaft von Partei und Staatsapparat geführt; den Bürgern waren Partnerschaft und Inhalte weitgehend unbekannt geblieben. Seit dem Mauerfall 1989 konnte die Partnerschaft durch Kontakte der Ballenstedter und Kronberger mit Leben gefüllt werden. In Kronberg wird sie durch den Partnerschaftsverein Kronberg-Ballenstedt gepflegt.
Am 11.11.1985 erlaubt der Oberste Sowjet in Moskau der Deutschen Demokratischen Republik die „Zusammenarbeit mit den Städten anderer Länder“ und bis zum 9.11.1989 entstehen 58 „Verschwisterung im Bruderland“. Die 36. davon war mit Vertrag vom 6./13.10.1988 die Partnerschaft zwischen Ballenstedt am Harz und Kronberg im Taunus – nach dem Fall der Mauer entstanden bis zur Wiedervereinigung am 3.10.1990 noch viele Partnerschaften zwischen Städten und Landkreisen von BRD und DDR.
Am 28.6.1988 signieren die Bürgermeister Helmut Dierks (Ballenstedt) und Rudolf Möller (Kronberg) die Vereinbarung für eine Städtepartnerschaft.
Auch die Jugend von Ballenstedt nahm die neuen Chancen gerne wahr und begleitete während ihres Besuches vom 20.-27.6.1989 Günther Jauch bei einer Veranstaltung in der Receptur.
Das partnerschaftliche Leben begann allerdings erst nach dem Fall der Mauer, als bis Ende 1989 mehr als 3000 Ballenstedter nach Kronberg reisten und sich persönliche Freundschaften entwickelten.
Die Vereinssatzung
Partnerschaftsverein Ballenstedt

Neuer Vorstand in Ballenstedt v.l.n.r.: Andrea Thüne (neu)-Schriftführung, Andreas Knust (neu)-Schatzmeister, Heidrun Knust- stellvertretende Vorsitzende, Christina Jerx-Vorsitzende, Ralf Riediger-Beisitzer, Kurt Neumann-Beisitzer
In Ballenstedt wurde ein neuer Vorstand des dortigen Partnerschaftsverein gewählt, der sich fast auf den Tag genau vor 36 Jahren in der mit Kronberg verschwisterten Kommune im Harz gegründet hatte.
Es hat sich vieles bewegt in dieser Zeit, die immer vor allem von einer intensiven Zusammenarbeit beider Partnerschaftsvereine in Kronberg und Ballenstedt geprägt war. Jüngster Höhepunkt war das große Festwochenende Ende Mai 2025 auf Schloss Ballenstedt, an dem alle vier Kronberger Partnerschaftsvereine sowie die Stadt und einige Gäste aus den Partnerkommunen beteiligt waren. Aber auch das große soziale Engagement der Kronberger war von Anfang an in dieser Intensität nur durch eine effektive Zusammenarbeit möglich.
Peter Nebe, seit seiner Gründung im Vorstand des Vereins aktiv, hat nun den Staffelstab an die nächste Generation weitergeben und kandidierte nicht mehr für einen Vorstandsposten. Er wurde mit großem Dank und Applaus für sein jahrzehntelanges Engagement verabschiedet. Aber wer ihn kennt, der weiß, dass es für ihn selbstverständlich ist, sich weiterhin als großer Unterstützer der Vereinsarbeit zu engagieren; verbinden ihn doch viele enge freundschaftliche Kontakte mit den Kronbergern. Ebenfalls seit Jahrzehnten dabei sind Kurt Neumann, der für vier Jahre nach dem traurigen Tod des langjährigen Vorsitzenden Hans-Joachim Schulze den Vorsitz übernommen hatte, sowie Ralf Riediger, der auch Vorsitzender des Quedlinburger Gästeführer-Vereins ist. Beide sind weiterhin als Besitzer aktiv.
Christina Jerx, ebenfalls langjähriges Vorstandsmitglied übernimmt den Vorsitz, hatte sie doch schon federführend das große Jubiläumsfest 2025 mit vielen anderen Vereinen sowie Vertretern der Stadt vorbereitet. Auch sie verbindet eine herzliche und enge Freundschaft mit zahlreichen Kronbergern. Die selbstständige Architektin hat mit ihren Mitarbeitern „halb Quedlinburg“ (Kommentar des Stadtsanierers Torsten Schmelz, Quedlinburg) nach der Wende erfolgreich mit saniert und auch in Ballenstedt einige neue sowie alte Projekte erfolgreich durchgeführt.
