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Partnerschaftsverein Kronberg-Ballenstedt e.V. Geschäftsstelle c/o Brigitte Möller Hartmuthstraße 2 61476 Kronberg im Taunus oder nutzen Sie unser Kontaktformular
Partnerschaftskongress in Berlin 2010
Kronberger und Ballenstedter nehmen gemeinsam in Berlin am Partnerschaftskongress teil  - Veranstaltung im Vorfeld zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 –
Vor rund 22 Jahren konnte in der Amtszeit von Rudolf Möller, Kronbergs verstorbenem Altbürgermeister, Ehrenbürger der Stadt Kronberg und bereits seit dem 3.Oktober 1989 Ehrenbürger der Stadt Ballenstedt, mit der Verschwisterung von Kronberg im Taunus und Ballenstedt am Harz am 6. bzw. 13. Oktober 1988 die erste und wahrscheinlich einzige Partnerschaft zweier kleiner kreisangehöriger Städte von BRD und DDR besiegelt werden. Etwa zwanzig deutsch- deutsche Städtepartnerschaften gab es bis zu jenem Datum, Anfang September 1989 waren es dann über sechzig, die durch eine gewisse Lockerung des „eisernen Vorhangs“ in den 1980ger Jahren überhaupt erst möglich waren.Was bis zu diesem Datum in erster Linie als Instrument politischer Interessenswahrnehmung zwischen beiden deutschen Staaten gedacht war, erfuhr mit den Ereignissen von 1989/90 einen grundsätzlichen Wandel. 1992 gab es schon gut 1000 Partnerschaften in unterschied- licher Ausprägung und Intensität und mit einem regen Austausch auf kommunaler und regionaler Ebene.
Für den 27. und 28. September 2010 hatte die Deutsche Gesellschaft e.V. im Auftrag des Bundesministers des Innern und Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer Dr. Thomas de Maiziere zu einem zweitägigen Partnerschaftskongress nach Berlin eingeladen. Stadträtin Brigitte Möller und Dr. Ursula Philippi nahmen als Vertreter der Stadt Kronberg und des Partnerschaftsvereins Kronberg-Ballenstedt an der Veranstaltung teil, die im Jubiläums- jahr 2010 mit dem Thema „Deutsch-deutsche Partnerschaften – Städte, Landkreise und Gemeinden als Gestalter der deutschen Einheit“ die in diesem Rahmen geleistete Arbeit würdigte. Aus Ballenstedt waren Stadtrat Kurt Neumann und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Ballenstedt-Kronberg, Hans-Joachim Schulze, ebenfalls nach Berlin gereist.
Kongressteilnehmer v.l.n.r. H.-J.Schulze, B.Möller, U.Philippi, K.Neumann
Kongresspause auf der Dachterasse des Veranstaltungsgebäudes mit Blick auf das Brandenburger Tor, v.l.n.r. U.Philippi, H.-J.Schulze, B.Möller, K. Neumann
Neben den Podiumsdiskussionen von Akteuren, Wissenschaftlern, Politikern und Experten, die u. a. Stellung bezogen zu einer wissenschaftlichen Studie zu deutsch-deutschen Partner-schaften, welche hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, gab es auch für die Kongressteilnehmer jeweils die Möglichkeit, über ganz persönliche Erfahrungen und geleistete Arbeit der letzen 20 Jahre zu berichten. Dabei konnte U.Philippi in einem kurzen Redebeitrag auf die völlig unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten von größeren Städten mit hauptamtlichen Partnerschaftsbeauftragten einerseits und kleinen Kommunen mit überwiegend ehrenamtlichem Enga-gement andererseits hinweisen und die intensive Verbindung und Zusammenarbeit von Kronberg und Ballenstedt dar-stellen. Die in diesem Rahmen vom PV Kronberg-Ballenstedt geleistete Arbeit auch im Hinblick auf gesellschafts- und kulturpolitische Aufarbeitung deutscher Geschichte – auch über deutsche Grenzen hinaus -, die durch viele Reisen und Vorträge erfolgte, sei dabei ebenso von Bedeutung wie der Aufbau von Netzwerken und Medienpräsenz, um eine feste Verankerung im öffentlichen Bewusstsein zu errei-chen. Mit seinem kontinuierlichen hohen sozialen Engagement und der intensiven Zusammenarbeit mit den Ballenstedter Partnern „auf gleicher Augenhöhe“ habe der Partnerschaftsverein in den letzten 20 Jahren seinen ganz persönlichen Beitrag zur deutsch-deutschen Integration geleistet. In den Kongresspausen konnte in zahlreichen persön-lichen Gesprächen mit anderen Teilnehmern Erfahrungen darüber ausgetauscht werden, wie hier durch die deutsch-deutschen Partnerschaften das Zusammenwachsen unseres Landes ganz praktisch gelebt wird – auch um die Zukunft gemeinsam zu gestalten.