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Partnerschaftsverein Kronberg-Ballenstedt e.V. Geschäftsstelle c/o Brigitte Möller Hartmuthstraße 2 61476 Kronberg im Taunus oder nutzen Sie unser Kontaktformular
Sagenumwobenes Riesengebirge, europäische Kulturlandschaft Hirschberger Tal und ein „Sommermärchen“ in Krakau – Fahrt des Partnerschaftsvereins Kronberg-Ballenstedt von Niederschlesien bis Krakau.
Fahrt nach Südpolen vom 9. – 18. Juli 2010
Ein gewaltiger Kirchenraum, 54m lang, 18m breit, 12m hoch und rund 100m unter Tage, das ist die Kapelle der hl. Kunigunde im Salzbergwerk von Wieliczka bei Krakau. Der Besuch dieses Unesco-Weltkulturerbes mit seinem ausgedehnten Stollensystem, den vielen kleinen und riesig großen Salzkammern sowie zahlreichen Kapellen war nur einer der vielen Höhepunkte auf der Fahrt des Partnerschaftsvereins Kronberg-Ballenstedt, die vom 9. bis einschließlich 18. Juli diesen Jahres zunächst nach Hirschberg und dann weiter über Tschenstochau bis nach Krakau führte.      Hochsommerliche Temperaturen und das strahlende Blau eines wolkenlosen Himmels über Hirschberger Tal und Riesengebirge machten auch die Fahrt mit dem Sessellift zur Schneekoppe hinauf zu einem besonderen Erlebnis. Auf polnischer Seite geht der Lift nur bis zur „Kleinen Koppe“, auf der sich bequem Rast machen lässt und die bei optimalen Sicht-verhältnissen einen weiten Blick in die hügelige Landschaft erlaubte. Den steilen und steinigen Aufstieg hin zur 1600m hohen „Großen Koppe“, auf der die Grenze zwischen Tschechien und Polen verläuft, wagte nur ein kleiner Teil der Reisegruppe. Belohnt wurde man mit einem grandiosen Blick in die tiefen Täler des tschechischen Teils des Riesengebirges und auf polnischer Seite weit über nieder-schlesische Dörfer und Städte hinweg.Das Hirschberger Tal ist eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Europas, die einst Reisende aus allen Ländern unseres Kontinents anzog. Historische Gutshöfe sind in Schlesien inzwischen rar. Viele wurden aufgrund von Kriegs- zerstörungen und allmählichem Verfall abgerissen, einige der Prachtbauten jedoch nach Restaurierungsmaßnahmen in Hotels oder Begegnungs- stätten umgebaut.Auf Schloss Lomnitz, das von den früheren Besitzern, der Familie von Küster sowie einem deutsch-polnischen Förderverein schrittweise in alter Pracht wieder entstanden ist, konnten wir Kronberger nicht nur typisch schlesische Küche genießen, son-dern auch in einer Ausstellung vieles über Entstehung, Entwicklung und heutige Perspektiven des Hirschberger Tals erfahren.
Blick von der Schneekuppe in Hirschberger Tal
Reisegruppe in Krummhübel am Fuß der Schneekoppe
Polnische Kunsthandwerker haben im Miniaturenpark des benachbarten Schmiedebergs die Sehenswürdigkeiten der Region, darunter bedeutende Kirchen, Klöster und Prachtbauten wieder in alter Blüte entstehen lassen – alles geschaffen im Maßstab 1:50. Einiges davon konnten wir bei unseren Ausflügen im Original besichtigen.     Die weitere Reiseroute führte von Niederschlesien durch Oberschlesien hin zur berühmten Marienwallfahrtstätte von Tschenstochau und schießlich bis nach Krakau, in die „heimliche Hauptstadt“ Polens. Die tausendjährige Stadt an der Weichsel bietet mit ihren unzähligen Renaissance- und Barockbauten eine grandiose historische Kulisse und zeigt sich mit ihren Museen, Theatern und Galerien als mo-derne vibrierende Kultur- und Universitätsstadt, deren sommerlichem Flair und Charme sich auch die Kronberger Reisegruppe nicht entziehen konnte. Ein Schiffsausflug auf der Weichsel, ein komfortables und sehr zentral gelegenes Hotel zwischen Wawelhügel und Rynek Glowny, ein spontan arrangierter Kutschencorso mit prächtig geschmückten Pferden und stolzen Kutscherinnen durch die abendliche Altstadt, die Lichterketten vor den Szenekneipen im jüdischen Viertel, laue Sommernächte auf dem Hauptmarkt, der als einer der größten mittel-alterlichen Plätze Europas das Herz der Stadt bildet – die Tage dieses „Krakauer Sommermärchens“ vergingen den Reiseteilnehmern wie im Flug und nur zu bald wurde die Heimfahrt angetreten. Eine Übernachtung noch in Breslau und die Besichtigung der historischen Altstadt, ein kurzer Zwischenstop in Görlitz, dem Tor zu Niederschlesien und gerade in diesen Tagen Treffpunkt preisge- krönter Töpfer aus ganz Sachsen anlässlich des Görlitzer „Tippelmarktes“, rundeten eine Reise ab, die auch dank einer hervorragenden polnischen Reisebegleiterin viele verbindende Elemente im deutsch-polnischen Kulturland zwischen Neiße und Weichsel aufzeigte.
Abendliche Kutschfahrt durch Krakau
Reisegruppe im Salzbergwerk Wieliczka
Miniaturenpark von Schmiedeberg