Fahrt  im Juni 2009 ins nördliche Polen
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Partnerschaftsverein Kronberg-Ballenstedt e.V. Geschäftsstelle c/o Brigitte Möller Hartmuthstraße 2 61476 Kronberg im Taunus oder nutzen Sie unser Kontaktformular
Eine Schifffahrt - über Land und auf Schienen!Die Fahrt auf dem Oberländer Kanal südöstlich von Danzig war nur einer der vielen Höhepunkte auf der Reise des Partnerschaftsvereins Kronberg – Ballenstedt Ende Juni 2009. Stettin und Danzig, die Marienburg und Frauenburg, Sensburg, Nikoleiken und Allenstein, schließlich Thorn, Gnesen und Posen: die Route führte von Pommern über das Ermland nach Masuren, tief ins ehemalige Ostpreußen.       In Stettin mit dem wieder aufgebauten Schloss der Pommernherzöge, mit seinen nach Pariser Vorbild angelegten Boulevards, und in der ehemaligen welt- offenen Hansestadt Danzig, seinerzeit eine der reichsten Städte Europas, hier verspürt man die Aufbruchsstimmung Polens und die Orientierung hin zum westlichen Europa ganz besonders. Beide Städte waren zugleich Keimzellen der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc. Danzig, geprägt von Deutschen, Polen, Flamen, Niederländern, Schotten und Italienern hat die Spuren seiner Geschichte in den architektonischen Meisterwerken des historischen Stadt- kerns bewahrt. Dank des grandiosen Wiederaufbaus nach den Kriegszerstörungen ist es heute besonders für viele Deutsche zum touristischen „Highlight“ an der Ostsee geworden und gleichzeitig ein idealer Ausgangspunkt zu einer Reise in das ehemalige Ostpreußen.   Die malerische kaschubische Hügel- landschaft mit ihren Wäldern und kleinen Seen und die kilometerlangen Sandstrände der Danziger Bucht waren gleichermaßen beeindruckend wie das Ermland mit seinen mächtigen Ritterburgen und seinen Backsteinkirchen, das stolzer Besitz des Deutschen Ordens war. Bekanntestes Bauwerk im einstigen Ordensland ist die Marienburg, der gewaltige Sitz des Hochmeisters an der Nogat. Auch Walther von Kronberg war einer jener Hochmeister, da waren die preußischen Besitzungen aber bereits verloren und der zentrale Sitz nach Mergentheim verlegt. In Masuren, so behaupten die Polen glaubwürdig, sei jeder dritte Storch Europas zu Hause und auch wir Kronberger sind mittlerweile davon überzeugt. Aber Masuren ist nicht nur das Land der Störche sondern auch das Land vieler seltener Tierarten, der ausgedehnten Urwälder und der vielen tausend Seen und Wasserstrassen. Die Schifffahrt auf dem Spirdingsee, dem „masurischen Meer“, und die gestakte Bootsfahrt auf der Krutinia gehörten deshalb ebenso zum Reiseprogramm wie eine Fahrt durch die ausgedehnten Wälder der Johannisburger Heide.    Günter Grass und Nikolaus Kopernikus, Johann Gottfried Herder, Siegfried Lenz und Marie Gräfin Döhnhoff , sie alle sind Kinder dieses Landes und ihr Leben und ihre Verwurzelung in deutsch-polnischer Geschichte wurden von einer hervorragenden polnischen Reisebe- gleiterin der Gruppe näher gebracht.   Beeindruckend ist die Verbindung zwischen Tradition und Moderne bei der Bevölkerung, das Bewahren von Spuren der höchst wechselvollen Geschichte ihres Landes, ihre feste allgegenwärtige Verankerung im Glauben, ihre Gelassenheit im Umgang mit vielen täglichen Problemen und ihre freundliche Offenheit uns deutschen Besuchern gegenüber.Auch für das nächste Jahr plant der Partnerschaftsverein eine Reise zum östlichen Nachbarn, die ins Riesengebirge und bis nach Krakau führen soll.
Schifffahrt auf dem Oberländer Kanal
Stettin Denkmal  der poln. Arbeiterschaft
Stettin auf dem Weg zum Schloß der pommerschen Greifenherzöge
vor dem Besuch der Marienburg, seinerzeit Zentrale des deutschen Ritterordens