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Partnerschaftsverein Kronberg-Ballenstedt e.V. Geschäftsstelle c/o Brigitte Möller Hartmuthstraße 2 61476 Kronberg im Taunus oder nutzen Sie unser Kontaktformular
Tagesausflug des PV Kronberg-Ballenstedt am 24.5.2016  nach Bad Wimpfen und Burg Guttenberg
Die diesjährige Tagesfahrt des Partnerschaftsvereins Kronberg-Ballenstedt führte in den einstmals südlichsten Zipfel des Herzogtums Hessen-Darmstadt, nach Bad Wimpfen und zur Burg Guttenberg, einer mittelalterlichen Anlage hoch über dem Neckartal. Diese wurde nie zerstört und ist seit fast 800 Jahren kontinuierlich bewohnt, seit Mitte des 15. Jhs. von den Freiherren von Gemmingen-Guttenberg. Häufig auch als die „Wartburg Süddeutschlands“ bezeichnet, war sie in der Reformationszeit Treffpunkt und Schauplatz für Religionsgespräche im Abendmahlstreit der Reformatoren - im kleinen Burgmuseum wird diese Zeit sehr anschaulich beschrieben. Heute kommen viele Besucher vor allem wegen der „Deutschen Greifenwarte“ auf die Burg, die dort seit 1971 untergebracht ist und die in gemeinsamer Forschungs- arbeit mit der Universität Heidelberg Untersuchungen zu Fortpflanzung, Aufzucht und Verhalten durchführt, als Pflegestation verletzter Greifvögel dient und Auswilderungsprogramme einheimischer Arten konzipiert hat. Hauptattraktion für die Besucher sind vor allem die Flugvorführungen. Auch die Kronberger Gruppe war fasziniert von der Flugschau der großen Vögel, die von ausführlichen Erklärungen zum Verhalten der selten gewordenen Tiere begleitet wurde. Nach dem Mittagessen in der Burgschenke ging es weiter ins benachbarte Bad Wimpfen. Die heutige Kurstadt war einst  mittelalterliche Stauferpfalz, später Reichsstadt und von 1803 bis 1945 eine hessische Exklave. Ebenso wir die Burg Guttenberg war Wimpfen im 16 Jh. eine Hochburg der Reformation, eine Seltenheit allerdings die als Simultankirche für beide Glaubensrichtungen genutzte Dominikanerkirche. In 2 Gruppen und mit historisch gewandeten Gästeführerinnen führte die Besichtigungstour für die Kronberger durch die historische Altstadt, die in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz steht. Der Weg durch die gepflasterten und  manchmal recht steilen Gassen erinnerte an das heimatliche Taunusstädtchen, beeindruckend waren die aus vielen Jahr- hunderten stammenden gut erhaltenen Baudenkmäler  und das große Areal der alten Königspfalz.
Zum Tagesausklang wurde auf dem Heimweg in einem schönen Landgasthof bei Heppenheim Rast gemacht. Trotz der leicht unbeständigen und relativ kühlen Witterung freuten sich alle Teilnehmer über einen gelungenen und äußerst informativen Ausflug.